AAL – Ambient Assisted Living

Noch machen wir uns Sorgen um unsere Versorgung im Alter: Werden wir genügend Pflegekräfte haben? Was können wir unseren Kindern zumuten? Und wenn wir weder Pflegekräfte noch Kinder haben, was wird dann aus uns, wenn wir alt und pflegebedürftig sind? AAL – Ambient Assisted Living – kann diese Fragen vielleicht zu unserer Beruhigung beantworten.

Denn die altersgerechten Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben sollen es uns in Zukunft ermöglichen, uns möglichst lange und auch im hohen Alter noch unabhängig und selbstständig versorgen zu können. Bei Wikipedia steht: „AAL umfasst Methoden, Konzepte, (elektronische) Systeme, Produkte sowie Dienstleistungen, welche das alltägliche Leben älterer und auch benachteiligter Menschen situationsabhängig und unaufdringlich unterstützen.“

AAL – technische Unterstützung für Gesundheit, Mobilität und Pflege

Das bedeutet, dass diese Systeme sowohl agilen Senioren als auch schwererkrankten immobilen Menschen zugute kommen sollen, sei es im täglichen Gesundheitscheck, sei es in der Mobilität, oder in der Kommunikation und der Interaktion mit Angehörigen und Pflegepersonal bei Schwersterkrankten.

Dabei geht es nicht nur um den Einsatz von Pflegerobotern, wie er in Japan bereits zum Alltag gehört. Es sind schon kleine Dinge, die durch Automatisierung das Leben von mobil oder anders eingeschränkten Menschen vereinfachen sollen, wie das automatische Abschalten des Herdes oder des Bügeleisens, das Öffnen von Rolläden oder vielleicht auch – erdacht von den jungen Hackern bei Jugend hackt Berlin – die Erinnerung die richtigen Tabletten zur richtigen Zeit zu nehmen, direkt durch eine Pillbox.

Wer weiß, welche Lösungen es gibt, was man braucht?

AAL C-3PO - Roboter-Mensch-Kontakter

Grafik: © Steve Argyle

AAL-Berater werden dazu ausgebildet Interessierten maßgeschneiderte Lösungen durch technische Assistenzsysteme für ihre Bedürfnisse nahezubringen. Auch weitere neue Berufsfelder rund um das Ambient Assisted Living werden gerade erst erschlossen, einige Institute bieten berufsbegleitende Weiterbildungen an: zum Beispiel zum AAL-Koordinator, AAL-Professional, AAL-Diagnostiker oder AAL-Technologieberater.

Sicher ist schon jetzt, dass die Technologien selbst mit ihren Menschen kommunizieren werden und es keinen Roboter-Mensch-Kontakter wie C-3PO geben muss, damit sich alle verstehen. Und das ist fast ein bisschen schade.