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Umfrage: Smart Living, gruselig oder hilfreich? Creepy oder cool?

Bausteine für die vernetzte Welt.
Foto: Sandra Schink

Du hast es vielleicht schon gesehen: Rob und ich nähern uns dem Thema Smart Living. Alles wird mehr und mehr vernetzt, zum Teil ganz nebenbei und schleichend. In dem Moment in dem man sich ein Smartphone zulegt, gehört man schon zur smarten Gesellschaft: Man hat nicht nur etliche Apps darauf, die jede Bewegung von uns registrieren und analysieren können, es entwickelt sich zur zentralen Fernbedienung für die gesamte Technik in unserem Leben.

Manches ist da ganz cool, aber eigentlich ist es auch ein bisschen gruselig. Finde ich zumindest:

Was denkst Du darüber? Ich würde mich freuen, wenn Du Dich kurz an unserer kleinen Umfrage beteiligen würdest. Und noch mehr, wenn Du Deine Gedanken zu dem Thema in den Kommentaren mit uns teilen würdest.

Wir stehen selbst noch am Anfang dieses Projekt und gehen so ahnunglos daran, wie vermutlich die meisten Menschen in Deutschland. Wir tasten uns gerade in das Thema hinein und sind erschlagen von diesem riesigen Feld der Möglichkeiten und Unsicherheiten.

Und wir würden gern wissen, was Dich interessiert, was Dir an Informationen zu alldem fehlt und was Du dir für die smarte Zukunft wünschen würdet. Danke für Deine Aufmerksamkeit!

Umfrage Smart Living

(für Kommentare zum Artikel bitte dann GANZ nach unten scrollen, diese sechs Vorschaubilder gehören zum Umfragetool, nicht zum Artikel. Merci 🙂 )

    

24 Responses to “Umfrage: Smart Living, gruselig oder hilfreich? Creepy oder cool?”

  1. Wäre Smart Home nicht so auf neue Hardware und insbesondere proprietäre Technik angewiesen, wäre ich schon länger dabei gewesen. Allerdings produziert derzeit jeder Hersteller seinen eigenen Murks – und das ist Dreck. Samsung diesen, LG jenen, AVM und Telekom wollen auch noch mitspielen. Schrecklich. Ich werde noch auf den Open Source-Standard warten.

    • Du wünschst Dir einheitliche Standards und mehr Kompatibilität, hab ich verstanden, Mika. Aber macht Dir das ganze Datenanalyse-Thema überhaupt keine Sorgen? Gerade Du als Drohnenpilot hast ja damit zu tin: Mit Drohnen kann man Rehkitze vor der Ernte im Feld finden, oder auch Nachbars Schlafzimmer filmen. Keine Angst vor der dunklen Seite dieser neuen Technik-Macht?

  2. Vor einigen Jahren haben Spock, Captain Kirk und Andere es uns doch schon vorge“wischt“ ! Zu der Zeit waren iPad und Co von uns noch relativ weit entfernt…
    Heute sind sie aus dem alltäglichen Leben, den Schulen, der Medizin, etc nicht mehr wegzudenken !
    Es vereinfacht uns das Leben ungemein.
    ich finde all diese Dinge der Heimvernetzung, ( Kameraüberwachung, Steuerung der elektrischen Geräte, Heizung vie App einschalten, etc.) sehr hilfreich.
    Wir werden zwar dadurch noch gläserner und noch angreifbarer, aber das muss jeder für sich selbst verantworten.
    Auch der Einzug der Drohnen gehört für mich zum Thema SmartLiving in gewisser Weise dazu.
    Als „Pilot“ einer Drohne bin ich fasziniert, was da in Zukunft noch alles auf uns zukommt und was alles möglich gemacht wird.
    z.B. Medizinische Versorgung in Katastrophengebieten, Wärmebild/Infrarotkameras unter einer Drohne ermöglichen z.B. Suchmannschaften einen vermisste Person schneller und vor allem kostengünstiger zu finden. Brandherde können ebenso schneller und einfacher ausgemacht werden… (Ja, die Drohnen bringen auch Gefahren mit sich… Dessen bin ich mir sehr wohl bewusst… Aber mit einem Auto voll Sprengstoff kann ich auch Menschen töten…)
    Ich bin gespannt, was in naher Zukunft noch Alles auf uns zukommen wird und ob wir vielleicht in 20 Jahren schon mit dem Auto über den Dächern fliegen werden…

    • Richtig, eine Waffe wird es erst in den falschen Händen… Als Fotografin seh ich sie ja auch eher als gestalterisches Werkzeug, denn als Spionage-Tool. Als mein Sohn seine Parrot bekommen hat, vor Jahren, war ich allerdings erst mal erschrocken, wie schnell man unbedacht in Privatbereiche der Nachbarn kommt. Aber auch welch grandios neue Perspektiven es bietet.

  3. Ich bin ein bisschen fasziniert von all den Möglichkeiten, habe aber klare Grenzen.
    Wo ich mich gerade aufhalte und ob ich möchte, dass das jeder weiß. .Nein!
    Genau so verhält sich das mit Daten, die auf „GesundheitsApps“ eingegeben werden können, da bin ich ganz eigen.
    Ich finde es lustig mein Auto im Winter schonmal vor zu heizen um nicht frierend die ersten 3 Kilometer fahren zu müssen.
    Aber ich stehe ersteinmal allen ein bisschen kritisch gegenüber und überlege mir von App zu App von Funktion zu Funktion, ob ICH das so möchte.
    Gar nichts halte ich davon, wenn zB. mein Auto Daten sammelt, die jeder in einer Werkstatt auslesen kann OHNE meine Einwilligung.
    Solange ich entscheiden und abwägen kann, finde ich es spannend.

    • Danke Moni, bist Du denn sicher, dass Dein Smartphone nicht alles mögliche sammelt, von dem Du gar nichts weißt? Deine Bewegungsdaten zum Beispiel? Ich habe gestern eine Gesundheitsapp zum Testen installiert. Die fragte mich dann, ob sie sich mit meiner in iPhone 6 integrierten Health-App verbinden soll um mitzutracken, wieviel ich mich bewege.
      Da hab ich dann das erste mal reingeguckt, und – huch – die kann mir sogar sagen, wieviel Stockwerke ich seit Anschaffung dieses iPhones gelaufen bin. Also trackt das Ding nicht nur horizontale Bewegungsdaten, sondern wohl auch vertikale. Die weiß buchstäblich, wann ich in die Luft gegangen bin 😉
      Ich weiß also schon gar nicht mehr, wo wann meine Daten getrackt werden. Selbst mein Browser verfolgt mich. Ich bin mir nicht sicher, ob wir uns wirklich noch beuwsst und vollumfänglich entscheiden können, Moni…

  4. Marta Zydek-Grossmann Antworten

    Smart-Living – ja oder nein? – es hält davon ab welcher Bereich es betrifft. Für mich wären die Bereiche „smartwürdig-wichtig“ die mein Lebenskomfort verbessern könnten. Eine Heizung z.B.die ich von unterwegs anschalten kann und ein warmes Haus betreten darf, kann sehr angenehm sein. Ich stelle mir das nur vor, weil ich so eine System (noch) nicht besitze und immer wieder wenn ich zu meinem Haus nach einer langen Pause zurück kehre denke ich an sowas.
    Alles andere was mein Körper und meine Seele betrifft bleiben Tabu. Es kommt für mich nicht in Frage, mich jeden Tag auf diverse Weise „checken zu lassen“. Das raubt nur die Zeit in meinen Augen und bringt mir nicht das was ich wirklich will. Habe mal eine Fitness-App ausprobiert. Am Schluss war ich nur genervt. Deswegen die Zeit die ich für solche „smarten“ Sachen verschwende, nutze ich lieber in der freien Natur, ich schaue in den Himmel hinein, lasse die Sonne auf mein Gesicht schienen, mache Sport oder unterhalte mich mit realen Menschen. Auch das Auto möchte ich selbst einparken. Ich möchte mich nicht abhängig von den technischen Gadgets machen. Eines Tages könnten sie alle ausfallen…was dann? Wichtig für mich ist die Balance. Ich nutze die smarten Möglichkeiten und lasse mich nicht von ihnen ausnutzen 😉 Da bin ich vielleicht ein bisschen altmodisch, aber völlig zufrieden. Mir ist aber bewusst, dass die Zukunft ganz anders aussehen wird, das ist meistens so ;-)!

    • Danke Marta! Hast Du denn nur die Fitness-App deinstalliert oder auch Deinem Smartphone gesagt, dass es nicht mehr tracken soll? Ich nutze zum Beispiel Google Maps, da kann ich die Ortungsdienste nicht ganz ausschalten, ich brauche sie.
      Ihr seid viel unterwegs und da ist die Idee mit dem fernbedienten Haus allerdings sehr toll. Nicht nur wegen der Heizung, sondern evtl. auch wegen der Überwachung und um einfach ab und an das Licht an und aus zu machen, oder den Fernseher, damit es bewohnt aussieht. Da gibt es ja schon sehr kreative Möglichkeiten.
      Ich wäre ja auch für ein smartes Bunbo *lach* Das notfalls alleine nach Hause navigiert oder mich warnt, wenn ich in den Silokanal einbiegen möchte, was ich ohne SBF nicht darf. Oder das die Windstärke bei der Fahrt mit berücksichtigt und die die präzise Wassertiefe immer schon lange weiß, bevor ich auf Grund laufen könnte 😉 Ach, da gibt es unzählige Möglichkeiten, Wetterwarnung, nächsterreichbarer geeigneter Liegeplatz, Shoppingtipps aus der Umgebung… alles schon integriert. Luxus und Bequemlichkeit pur…

  5. Marta Zydek-Grossmann Antworten

    das wird alles kommen (fürchte)-denke ich ;-)…. Die Fitness-App habe ich nicht deinstalliert….vergessen…brauche definitiv eine App die mich daran erinnert, nicht benutze Apps zu löschen 🙂 🙂 :-)!

    • Siehste… und seither trackt sie lustig alles mit. Und ja, ich wünsche mir auch eine Funktion die mich fragt: Du hast die App 14 Tage nicht benutzt. Sie trackt Deine Bewegungsdaten. Löschen?

  6. Marta Zydek-Grossmann Antworten

    noch was zum Thema „Haus-Überwachung“ – der Nachbar unseres Bekannten hat (hatte) so ein System im Haus. Die echten Einbrecher lassen sich nicht täuschen, sie beobachten das Haus so lange bis sie sicher sind, dass niemand drin ist. Sie haben ihm das Haus leer geräumt und unser Bekannter hat gedacht, dass der Nachbar auszieht ;-). Beiden hatten leider keinen Kontakt gehabt…Am Schluß des „Umzugs“ haben die bärtigen Einbrecher noch in die Überwachungskamera gelacht und gewunken…Gefasst wurden sie nicht…Was lehrt uns das? Backe auch für den Nachbar einen Kuchen, frage ihn wie es ihm geht und ob Du auch für was einkaufen kannst…Meine Nachbarn sind besser als die teuerste Überwachungstechnik :-)!

  7. Wie bei allem im Leben: Es gibt mindestens zwei Seiten.

    Meiner Meinung nach erhofft man sich da an manchen Stellen viel mehr, als die Technik an absehbarer Zeit tatsächlich leisten kann.

    In positiven Szenarien erfüllen uns die smarten Begleiter die Wünsche ja sobald sie entstehen. Nur: Wir sind viel komplexer und unberechenbarer als wir glauben mögen.
    Kürzlich habe ich eine Präsentation eines Forschers verfolgt, der unter anderem Untersuchungen zu Gestensteuerung macht. Seine Ergebnisse waren recht ernüchternd. Wenn es darum geht, Jalousien hochziehen zu lassen, kommen die Geräte noch ganz gut zurecht. Aber schon beim Dimmen oder Ein-und Ausschalten einer Lampe finden sich keine eindeutigen Gesten, die Kamera und Computer interpretieren würden.
    Meine bisherigen persönlichen Erfahrungen mit Sprachsteuerung sind auch eher ernüchternd. Manchmal klappt es. Aber bis man sich darauf verlassen kann wird ganz sicher noch einige Zeit vergehen.

    Seit einiger Zeit kann ich zu Hause den gesamten Unterhaltungsbereich (TV, Verstärker etc.) mit einem Tastendruck auf der Fernbedienung ein- und ausschalten. Vorausgesetzt, ich finde die Fernbedienung. Oder den Ordner, in dem ich die App auf dem Telefon agbelegt habe.
    Den Schalter an der Steckdose finde ich immer. Auf seine Art ist der also auch ganz schön smart.

    Die Situationen, in denen ich zu Hause etwas regeln möchte, wenn ich gar nicht da bin sind eher selten.

    Vieles ist doch eher nett zu haben als essenziell.

    Reich werden und gutes Personal einstellen ist vorläufig vielleicht die gangbarere Alternative für ein komfortables Leben. 😉

    • Okay, Rainer, wir befinden uns noch mit vielen Dingen in einer Betaphase. Wenn ich mir meine Instagram-Fotos von 2009 angucke, kann ich nicht fassen, dass ich diese iPhone-3g-Fotos damals geteilt habe. Die waren SO schlecht. Damals aber eben das, was möglich war. Und so wird es uns auch mit unseren smarten Systemen gehen. Noch artikulieren wir überakzentuiert, damit Siri und Cortana uns verstehen können. Aber sie werden lernen und dadurch auch schwäbisches Genuschel verstehen. Und vielleicht sogar nur das, weil sie auf die Stimme ihres „Herrn“ getrimmt wurden und auf nichts anderes mehr reagieren.
      Und nein, essentielle Notwendigkeiten gibt es heute keine. Das kann schon anders aussehen, wenn wir in Rente gehen und dann froh sind, wenn der Kühlschrank selbst die Milch nachbestellt und wir uns alles liefern lassen können, ohne uns groß kümmern zu müssen. Und wir mit unserem Hausarzt connected sind. Und dieser „Luxus“ wird bis dahin vielleicht billiger sein, als Personal, das wir uns dann eh nicht mehr leisten können, weil es rar sein wird…

  8. Momentan vermisse ich keine dieser smarten Funktionen. Irgendwann werden sie aber Mainstream und gehören einfach dazu sobald ich mir ein neues Gerät/Technik im Haus kaufe. Ich werde es kaum verhindern können, dass meine Daten irgendwo gesammelt werden. Irgendwie muss ich wohl zukünftig damit Leben, dass ich wie heute bereits auf meinem Notebook, Tablet oder Smartphone auch Datenspuren bei der Benutzung meiner Geräte im Haushalt Datenspuren hinterlasse. Ich hoffe aber, dass das Thema Datensicherheit in den Mittelpunkt rückt. Dazu passend der aktuelle Customer Letter von Apple bezüglich meiner Smartphone Daten http://www.apple.com/customer-letter/ . Wo Daten weitergeleitet oder ausgelesen werden, passiert auch Missbrauch. Das ist leider so.

  9. Ich bin überzeugt davon dass dies die Zukunft ist! Wichtige Aspekte (für mich) beim Smart Living ist meines erachtens die Möglichkeit die Energie intelligent zu nutzen und irgendwann auch intelligent zu speichern. Dahin müssen sich auch die Hardware/Software entwickeln.
    Das Thema Sicherheit sehe ich auch als sehr wichtig an!

  10. In einer Wohnung habe ich mit digitalStrom begonnen – so etwa € 2000 investiert, für drei Leuchten und einen Rollladen.
    In der anderen Wohnung steuere ich drei Leuchten mit Homematic, Kosten ca. € 300.
    Natürlich sind die Pläne viel grösser, doch der Lern- und Installationsaufwand ist seit vier Monaten eine zu grosse Hürde für weitere Einrichtungen.

    • Das klingt teuer, aufwändig und nach viel Eigeninitiative, also eigenes lernen. Hat sich das in Deinen Augen denn bisher gelohnt, oder schreckt Dich der hohe Recherche- und Lernaufwand davon ab, zukünftig mehr zu machen und auch mehr zu investieren? Und hast Du alles selbst installiert oder das von einem Elektriker machen lassen, Thomas?

  11. Überall (nicht nur zu Hause) Sensoren die „irgendwelche“ Daten in die Cloud schicken. Für den einen Müll, für den anderen wertvolles Gut. Das ganze Thema ist imho bereits außer Kontrolle. Wenn ich mir vorstelle, dass Hans und sein kleiner Bruder Wearables in JavaScript programmieren … uiuiui! Ich sehe nicht wie diese Entwicklung aufgehalten werden kann. Aber ja, man kann damit auch echt tolle Sachen bauen. Der Scoble hat dazu ein schönes Buch „Age of Context“ geschrieben. „With great power comes great responsibility“. Just my 2c. 😉

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